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Schritt 2: Wir haben unser Lied gefunden. Aber welcher Tanz passt jetzt dazu?



Ich liebe diesen Moment in meinen Kursen:

Ein Paar kommt rein. Beide strahlen.

Ich frage: "Na? Habt ihr schon ein Lied gefunden?" Und diesmal kommt ein begeistertes: "Jaaa!". Ich freue mich jedes Mal mit.... Bis ungefähr drei Sekunden später.


Dann kommt nämlich fast immer die nächste Frage.

"Aber... was tanzt man denn jetzt eigentlich darauf?"


Und genau an dieser Stelle wird es für viele plötzlich kompliziert: Sie öffnen Google.

"Welcher Tanz passt zu Ed Sheeran?"

"Kann man zu Coldplay Walzer tanzen?"

"Ist das Discofox?"

"Oder langsamer Walzer?"

"Oder Rumba?"


Und spätestens jetzt hat man das Gefühl, plötzlich Tanzlehrer werden zu müssen.

Die gute Nachricht?

Müsst ihr nicht.


Es gibt nicht den einen richtigen Tanz.


Das ist wahrscheinlich die wichtigste Erkenntnis überhaupt: Viele glauben, jedes Lied gehört automatisch zu genau einem Tanz.


Als gäbe es irgendwo eine geheime Liste.

Coldplay = Tanz A.

Ed Sheeran = Tanz B.

Adele = Tanz C.

So funktioniert Tanzen aber nicht.


Ein Lied kann oft auf ganz unterschiedliche Arten getanzt werden. Manchmal sogar mit mehreren Tänzen.


Wollt ihr euch unterhalten können oder beeindrucken?


Das klingt im ersten Moment nach einer komischen Frage. Ist sie aber gar nicht.


Manche Paare möchten einfach eng miteinander tanzen. Viel Blickkontakt. Wenig Nachdenken. Einfach den Moment genießen.


Andere sagen:

"Wir hätten schon Lust auf den einen oder anderen Wow-Moment."


Beides ist völlig in Ordnung. Aber der Tanz muss dazu passen.

Denn was bringt euch die spektakulärste Choreografie, wenn ihr während des ganzen Liedes nur damit beschäftigt seid, den nächsten Schritt nicht zu vergessen?


Niemand im Publikum weiß, welche Figuren ihr eigentlich tanzen wolltet.


Das ist übrigens etwas, das ich meinen Paaren ständig sage.Wenn ihr eine Figur vergesst ...

... merkt das niemand.


Wenn ihr euch kurz anlacht, weil etwas nicht funktioniert ...

... finden eure Gäste das meistens sogar sympathisch.


Wenn ihr kurz stehen bleibt und euch einfach umarmt ...

... ist das oft emotionaler als die schwierigste Drehung.


Ihr bewertet euch selbst immer viel strenger als eure Gäste.

Und genau deshalb ist weniger oft mehr.


Der schönste Hochzeitstanz ist selten der schwierigste.


DAS ist das wichtigste Learning für euch!

In all den Jahren als Tanzlehrerin habe ich viele Hochzeitstänze gesehen. Mit Hebefiguren. Mit Konfetti. Mit Nebel. Mit zehn verschiedenen Tanzstilen.


Und wisst ihr, welche Tänze mir bis heute im Kopf geblieben sind?

Nicht die spektakulärsten.

Sondern die, bei denen das Paar sich die ganze Zeit angeschaut hat. Bei denen beide gelacht haben. Bei denen man gesehen hat: Die zwei genießen gerade einfach ihren Moment.


Genau das wünsche ich jedem Paar.


Mein eigener Hochzeitstanz:

Unseren Wiener Walzer können alle Paare in meinen Tanzkursen nach der ersten Stunde tanzen.

Ich habe unseren Tanz bewusst so choreographiert. Nicht weil mein Mann es nicht besser könnte. Nicht weil ich es nicht besser könnte. Ich wollte einen einfachen Tanz. Ich wollte Zeit und Platz um miteinander den Moment genießen zu können.


Und was passt jetzt zu unserem Lied?


Ihr habt euer Lied gefunden oder eure Auswahl auf zwei/drei Lieder gekürzt? Und Jetzt?

Schickt mir gerne eure Wahl. Ich berate euch gerne, was zu eurem Lied passt. Ich zeige euch wo die Herausforderungen liegen und wo wir Höhepunkte einbauen können.



Hier übrigens ein Einblick in meinen Hochzeitstanz:


Ja, ich habe in kurzem Kleid getanzt. Ja, ich habe auf flachen Schuhen getanzt.

Warum? Weil es gemütlicher war. Ich habe mir den ganzen Tag offen gelassen, mit welchem Kleid ich tanzen möchte. Da unser Hochzeitstanz dann erst abends um 22 Uhr statt gefunden hat, haben sich kurzes Kleid und flache Schuhe besser angefühlt.


Und ja, ich habe schwanger geheiratet und getanzt. Gegen alle Vorurteile, es war wundervoll schwanger zu heiraten!

Tipps zum Thema schwanger heiraten und tanzen findet ihr auch in meinem Blog.


 
 
 

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